Mut ist ansteckend. Nachdem das tunesische Volk sich in Revolution übt, rumort es auch in anderen Teilen der arabischen Welt heftig. In Ägypten demonstrierten Tausende gegen die vom Westen gestützte Mubarak-Regierung. Dabei verhalten sich die Demonstranten äusserst friedlich und scheuen es nicht einmal, sich Wasserwerfern entgegen zu setzen.
Es ist schon verwunderlich, wie in den vom Westen ach so gepriesenen „Gemässigten Islam-Staaten“, die Bevölkerung so wütend werden kann. In den Ferienländern Tunesien und Ägypten gehen die Menschen auf die Strasse und protestieren lauthals gegen ihr Regime.
Dabei gelten gerade diese zwei „Demokratien“ als "Anti-Islamistisch". Was so viel bedeutet wie, sie sind Verbündete im Kampf gegen den Terror. Ob nun dieser Terror aus der Bevölkerung kommt oder ob sich gerade das Volk gegen einen staatlichen Terror wehrt, kann offen diskutiert werden. Fakt ist aber, dass ein Grossteil der Bevölkerung sich gegen die herrschende Regierung wehrt.
Das in diesem Fall bekämpfte Regime wehrt sich aber auch gegen das Volk. Die ägyptische Regierung unter Präsident Muhammad Hosni Mubarak ist am Dienstag, dem 25. Januar 2011, folgendermassen vorgegangen: Die Demonstranten wurden von der Polizei mit Tränengas und Gummigeschossen beschossen. Mit Hilfe der Telekommunikationsfirmen TEData und Vodafone wurden in grossen Bereichen Kairos der Zugang zu der „Social-Network“-Seite „Twitter“ und anderen Websites blockiert. Im Verkehrspolitisch wichtigen Gebiet Tanta, wo zudem auch die grössten Universitäten des Landes beherbergt sind, wurde der ganze Strom abgestellt. In Zentrum von Kairo wurde das gesamte Handy-Netz abgestellt.
Die Bevölkerung weiss sich aber auch zu wehren. Da aber der Widerstand friedlich verlaufen soll, veranstalteten die Demonstranten in Kairo ein "Sit-in"' auf dem Tahrir Platz. Auch in Alexandria setzten sich Tausende auf dem Sidi Gaber Platz hin.
Die rebellische Gruppe "Hackers Anonymous" hat sogar eine Hacker-Kampagne gegen Webseiten der ägyptischen Regierung gestartet.
Was aber angesichts dieses mächtigen Gegners vor allem unerlässlich ist, das ist Mut! Das zumindest hat ein Demonstrant in Kairo bewiesen, als er sich waghalsig einem Wasserwerfer in den Weg stellte, der im Hintergrund noch mit Hunderten Soldaten unterstützt wurde. Mit Hilfe von weiteren Mutigen Demonstranten ist es ihm sogar gelungen, den Fahrer des Wasserwerfer-Wagens dazu zu bringen, leicht nach hinten zu fahren. Sehen Sie selbst, was ein paar Schaulustige auf den Dächern Kairos gefilmt haben:
Auf Facebook wollten 90‘000 Menschen in irgendeiner Form an dem Protest teilnehmen. Die Regierung agierte mit ca. 20-30‘000 Sicherheitskräften. Offiziellen Berichten zufolge sollen 15‘000 Menschen auf den Strassen demonstriert haben.
















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