Die Occupy-Bewegung findet auf der ganzen Welt immer mehr Anhänger. Unter dem Motto „Occupy the Planet“ oder „Occupy Worldwide“ soll auf der ganzen Welt ein friedlicher Protest zu einer Neuordnung führen. Dabei sind die Proteste dezentral organisiert und es wird erwartet, dass sich Individuen selbst für einen Wandel engagieren. Die internationalen Städte der Schweiz haben diesen Protest als erstes zu spüren bekommen. In Genf wird der UNO-Sitz belagert, in Basel wird gegen die BIS (Bank for international Settlement) demonstriert, das Bundeshaus und die Nationalbank in Bern sind Ziele der Aktivisten, sowie das Bankenzentrum am Zürcher Paradeplatz. Als zusätzliche Stadt soll am 11.11.11 neu auch Zug dazu kommen. Im sogenannten „Steuerparadies“ für schwerreiche Unternehmer und Unternehmungen soll nun mit einem abendlichen Gedenkmarsch an „die Opfer der Profitgier“ erinnert werden.
Die Zentralschweiz war bisher von der Protest-Bewegung ausgenommen. Lediglich die Jungsozialisten (Juso), welche sich ebenfalls schon in Zürich bei „Occupy-Paradeplatz“ engagierten, hielten am 29. Oktober eine Demonstration vor der Residenz von Novartis-Chef Daniel Vasella ab. Der damalige Protest richtete sich gegen überrissene Manager-Löhne und fand ein Feinbild im Pharmazie-Unternehmer. Diese Aktion wurde allein von der Juso getragen und durchgeführt. Dazu kommt eine gescheiterte „Occupy-Demonstration“ in Luzern. Nach den Aufsehen erregenden Protesten vom 15. Oktober 2011 wollten Unbekannte die Occupy-Bewegung auch in die Leuchtenstadt tragen. Jedoch schien den Organisatoren die mediale Aufmerksamkeit zu viel gewesen zu sein, sodass sie den ursprünglich geplanten Protest vom 22. Oktober wieder absagten.
Die jetzt neu angekündigte Aktion in Zug unterscheidet sich von den bisherigen Occupy-Aktionen. Es soll ein mobiler Protest werden. Besammlung ist um 20.00 Uhr vor dem UBS-Sitz beim Metalli-Center. Danach soll mit Transparenten, Teelichtern und Fackeln der Baarerstrasse entlang bis zum Hauptsitz der Glencore marschiert werden. Wie viele Menschen am „Gedenkmarsch für Freiheit statt Spekulation“ teilnehmen werden, ist bisher noch unklar. Jedoch hat sich die „Occupy-Paradeplatz“-Bewegung bereits mit den Zentralschweizern solidarisiert und das aufgeschaltete Youtube-Video ist ein Indiz dafür, dass es diesmal ernst wird mit einer Occupy in der Zentralschweiz.















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